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Seit 1991 das Projekt der UNESCO Lehrstühle ins Leben gerufen wurde, um die Ziele der UNESCO auch in Wissenschaft und Bildung stärker zu verankern, sind weltweit über 400 Lehrstühle in unterschiedlichen Disziplinen eingerichtet worden. Im Bereich der Menschenrechte arbeiten mittlerweile 55 Chairs, der Chair in Magdeburg ist Deutschlands erster dieser Art.

Im Rahmen der UNESCO hat sich die Menschenrechtsbildung (MRE) über Jahrzehnte zu einem genuinen Bereich der Menschenrechtsentwicklung ausdifferenziert. Seit 1995 leben wir in der offiziellen UNESCO-Dekade der MRE. Trotz der hohen Bedeutung, die der MRE strukturell zuerkannt wird und trotz der wachsenden Dringlichkeit, die durch die Dynamik der Menschenrechtsverletzungen bedingt ist, ist eine große Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit und zwischen Wirklichkeit und Wirksamkeit der MRE festzustellen. Immer noch steht eine angemessene Verankerung der MRE in Schule und Hochschule aus.

Der Chair soll einen außerordentlichen Beitrag leisten, um die noch mangelhafte aber sowohl international von der UNESCO wie auch national von der KMK angemahnte Berücksichtigung der Menschenrechtsthematik und der Erziehung für Menschenrechte und Toleranz in Forschung und Lehre, in Hochschule und Schule zu verbessern. Der Chair verfolgt u.a. folgende Ziele: